In der Passionszeit, ist ein Studienblock mit Bildnissen auf 67 quadratischen lackierten Holztafeln entstanden, den ich vom Malgrund her schon 2025 vorbereitet hatte: "... Bildnisse aus subtraktiven Verfahren ...".
In einer anderen 14-teiligen Reihe (mittlerweile gewachsen auf mehr als 20 Tafeln) in mittleren Formaten arbeite ich "absichtslose, - offene - Landschaften"; mit der Option, dass sie ihre Offenheit aufgeben und sich "festlegen, entscheiden" könnten... Fotos folgen...
Im September und Oktober 2025 entstanden zwei umfangreiche Studien-Reihen:
eine hat die Frage-Richtung "... wie ist es mit den geschlossenen Augen?",
die andere hat die Frage-Richtung "... Offenheit? - Vor dem Blick ..." ---- Beide Reihen sind noch in progress..., und bleiben vielleicht auch so...
Seit Februar 2025 arbeitete ich im Malerischen zunehmend an dem Motiv, das ich "Landschaft" nennen könnte. In 2023 suchte ich für die "erscheinenden Bildnisse", "offenere" (Bild-)Räume, oder auch offenere (Landschafts-)BildRäume. Diese entwickelte ich als ruhige, tragende Flächen, die ich nun bildnisfrei in einigen Reihen und Bild-Gruppen weiter führe. --- Im Grunde könnten es Himmel und Erde sein, oder auch "gestapelte" Horizonte; passend zu Himmelfahrt, Pfingsten, ...,
Dazu betreibe ich Wolkenbildungs-Studien, - ein Nachklang aus dem großformatigen Malen von den Wolkenbilder-Kulissen - Nimbus-, Stratus-, Cumulus- und Zirrenwolken - für die Aufführungen des Wolkendurchleuchters von Friedrich Doldinger (das war 2023, 2024 und zuletzt in Dornach Anfang 2025).
Die letzten beiden Abbildungen stammen aus der besagten Arbeit von 2023; die viertletzte Abbildung zeigt sechs von vierzig Tafeln aus etwa 2004-2010, die auch als "Landschaften" lesbar wären, oder auch als Bildnisse ...
2. MALERISCHE KLAUSUR - DIESES MAL IN DORTMUND
Von 28.10. bis 28.11.2024 begab ich mich in eine zweite malerische Klausur: dieses Mal in Dortmund.
Ich hatte im frisch benannten "Haus Jona" der Christengemeinschaft ein wunderbares, großes und hohes Zimmer, das ich passend als Atelier bespielen konnte.
Ein großer Dank an Hornemanns, die so spontan und zielgerichtet auf mein Suchen reagierten!
Ich arbeitete an sechs größeren Bildern zu inneren Altarbildfragen und in sehr vielen Studien an Nebenthemen dazu.
Neben der Arbeit an den vielen Bildern tauchte ich auch - im wahrsten Sinne des Wortes - in die Industriekultur der Region ein. Fotos dazu unter "WAS IST!"
Mal schauen, ob und vielmehr wo es eine 3. Klausur geben könnte...
Ein zentrales malerisches Thema ist seit gut 25 Jahren die Frage nach dem "Blick", dem "Angeschaut-Werden", dem "Bildnis": dem Antlitz.
"Wer bist DU?" Diese zentrale Frage stellt sich im Malen immer und immer wieder frisch, und sie will neu beantwortet werden. Dabei entsteht eine Art Dialog, der in dem Wandel des Bildes
im Malprozesses fortbesteht und sich ebenfalls entwickelt.
STUDIENREIHEN auf PAPIERMATERALIEN
Ich arbeite unter unterschiedlichsten Fragestellungen oder "Gesichtspunkten" in Studienreihen, (die mal 5, oder auch 50 Blätter umfassen
können). Diese Studienreihen arbeite ich in kurzen Zeiträumen "parallel" durch. Sie dienen mir dann wieder als Vertiefungsarbeiten für Einzelbilder. So sind über die Jahre spannende Zyklen
entstanden, die ich auch zu Betrachtungen in Seminaren nutze.
Ich gehe in den Studien sehr dynamisch und offen mit den Bildnissen um, aber immer in der Art der Befragung. Ich lasse viel zu, auch was sich scheinbar gegenläufig in die Arbeit "drängt".
ANNÄHERN und ERSCHEINEN --- Hand in Hand.
So sind in den letzten 5 Jahren etwa 500 Blätter entstanden.
BILDER als TAFELBILD
Bilder entstehen unter speziellen Fragen aus den Studien, vom Material her inspiriert, oder mit klassischem Malgrund-Aufbau; in der Regel als Tafelbild. Auch diese umfassen Bild-Gruppen von unterschiedlicher Anzahl. Letzlich sind auch diese "Bilder" Studien :-)
SONST
"Verbleib" oder auch "VorGänge" nenne ich ein anderes Malmotiv, das sich mir an Seinsfragen entfacht; z.B. "Geburt und Tod", oder "Sterben - und danach". Oft führt dies zu Bildfindungen bis in den gestalthaften, wesenhaften Bereich. Es sind Bilder wie Abtastungen, wie ein Gewahrwerden.
Auch hier: gestalterisch Weite zulassen und im Malprozess lange Beweglichkeit wahren ...
Ganz unten finden sich als Seitentrieb freie Studien zu Caspar Wolf, ein Maler des 18. Jahrhunderts, der mich sehr fasziniert...
ANNÄHERN - ERSCHEINEN Seit etwa 1998 arbeite ich an dem Thema „Blick, Angeschaut-Werden, Bildnis“. Der Impuls dazu stammt aus Arbeitstreffen von Priestern der Christengemeinschaft und Künstlern, die sich in loser Folge an verschiedenen Orten zum Austausch zum weiten Thema "Altarbild" trafen. Die Treffen waren meist anregend. Aus diesen Treffen heraus hatte ich für mich beschlossen, dass das Thema „der Blick im Altarbild“ und anderen Nebenthemen (z.B. 6. Satz des Credo) dazu für mich ein Forschungsgebiet sein könne. Ich beschloss damals, mich diesem Thema zu widmen, so dass die Arbeit daran mit der Zeit m/ein Beitrag sein könne, dem großen, weiten Thema „Altarbild“ eine Art von Entwicklung oder bestenfalls einen Impuls geben könne. So arbeitete ich, - ohne "Altarbild" im Fokus, im Sinn zu haben, an sehr unterschiedlichen und auch an scheinbar "abwegigen" Themen und Fragen. Ziel war und ist es bis heute, offen zu bleiben, unterschiedlichste Erfahrungen zu gewinnen, auszuloten, Grundlagen-Erlebnisse zu bekommen, ... . Dies ist mittlerweile ein eigenständiger Entwicklungs-Prozess, der bis heute anhält, in dem ich stehe und der mich weiterhin fordert. Anfang der 2020er Jahre hatte ich beim Malen immer wieder den Eindruck, dass sich eine Art Substanz gebildet hatte: an Erfahrungen, an Beurteilungsvermögen, an Beweglichkeit und Transparenz im Tun, evtl. auch eine Erweiterung von Wahrnehmungsmöglichkeiten. Dieses Erleben sehe ich als eine Art von "Reifung". Im März 2022 fasste ich den Entschluss, diese "Reifung" in Worte zu bringen und in einer Karte zum Weitergeben zu formulieren und mich damit innerhalb der Christengemeinschaft mitzuteilen; gewissermaßen als Zwischenergebnis meiner Forschungsarbeit. ANNÄHERN und ERSCHEINEN sind die wortgemäßen Prozess-Extrakte dieses Suchens. Diese Karte sandte ich im Frühjahr 2022 allen aktiven Priestern der Christengemeinschaft in Deutschland zu. --- Nun, nach fast vier Jahren ist die äußere, reaktive Wirkung der Karte aufgebraucht. Ich sehe, dass es, außer ein paar befreundeten Menschen, nur eine einzige direkte, greifbare Reaktion auf diese Karte gab. Ich sehe somit auch, dass es keinen "Forschungs-Auftrag" an mich gab. Und ich sehe, dass ich jetzt eine offene und freie künstlerische Haltung und Arbeit entwickeln darf, die nur aus meinen eigenen Impulsen, Motiven und Entschlüssen sich diesem Thema nähert. Das ist für mich ein innerer und ein äußerer Entwicklungsprozess. In diesem Prozess stehe ich gegenwärtig. ANNÄHERN - ERSCHEINEN.
Ausschnitte von Bildern von 2023 und 2024
Auschnitte von Bildnissen vor 2022
... ein paar Bilder aus einer Reihe zum Thema "Verbleib" - Format: 24x24cm, etwa 2013




... weitere Ausschnitte aus Bildern zu "Verbleib" und "Vorgänge" - Format: bis etwa 80x60cm
2005 ... einige Ausschnitte aus den "gekerbten Bildnissen"; ein Einblick in die Weiten mit spannenden Erfahrungen ...
... und noch Ausschnitte aus einer Reihe zu Caspar Wolf und andere Ausschnitte
